Tagebuch

Mit dem Tagebuch haben Sie während des Zeltlagers die Möglichkeit unsere Aktivitäten der einzelnen Tage auf unterhaltsame Art und Weise mitzuverfolgen. In der Regel schon direkt am Abend des jeweiligen Tages. Hier einige Beispiele aus den letzten Jahren: Viel Spaß beim Schmökern

19. August 2018

 

Bis zu den Backenzähnen aufgerissene Münder, kleine Äugelein und Mini-Indianerinnen die beim Spielen in ihren Haaren fast wegpenne. Das ganze Lager war hundemüde, die Ältesten nicht ausgeschlossen. Also beschlossen wir aus dem Montag einen typischen Sonntag zu machen. Das Frühstück fand erst um 10.30 Uhr, nicht wie gewöhnlich schon um 09.00 Uhr statt. Danach durften die kleinen Krieger sich beim Spielen verschiedener Gesellschaftsspiele vergnügen. Das Mittagessen rutschte um einige Stunden nach hinten und so aßen wir ungefähr zu der Zeit zu Mittag zu der es bei Oma Schmitz (einige von euch kennen sie sicher) Kaffee und Kuchen gibt. Anschluss an die sehr gelungene Indianerpfanne (nein da sind keine Indianer drin sondern Hackbällchen!) machte der Küchendienst Küchendienst und die Ältesten bauten den Aufenthaltsraum zum Kinosaal um. Von wegen das schönste Kino Deutschlands ist das WOKI, das schönste Kino Deutschlands ist in Osminghausen- Wermelskirchen! Es gab alles was das Herz begehrt. Erst Kiosk vor dem Film (und das sogar mit Softdrinks) dann die erste Hälfte eines kulturellen Meisterstücks aus dem Jahr 2001 von Michael Bully Herbig. Da dieses vielfach ausgezeichnete Meisterwerk Überlänge hat gab es natürlich eine Pause in der die kleinen Indianer, auf dem Weg zur Toilette, erneut den Kiosk aufsuchen konnten. Beim großen Finale des Films konnten sich die kleinen Indianer vor Lachen kaum noch auf den Sitzen halten, die Stimmung bebte. Als krönenden Abschluss des verschobenen Sonntags gab es ein Currywurst-Buffet in der Küche, das von den kleinen Kriegern mit Genuss verspeist wurde. Wir beschlossen den Mon/Sonntag mit den üblichen Abendritualen.

 

Ihr hört bald wieder von mir

 

Mani wastete yo,

 

Huyana

 

18. August 2018

Nachdem der Samstagvormittag den Zeltplatz zum blitzen und funkeln gebracht hatte begaben sich die Stammesältesten in einen Raum der der Stille um Ihre Kräfte zu sammeln und von den erfahrenen Kriegern Sägendes B und Grobes Etwas ihr Instruktionen für die folgenden anderthalb Tage zu erhalten.

 

Was folgen sollte waren 36 Stunden voller Spiel, Spaß und Spannung:

Der Krieg der Stämme - Osmingnoey gegen Osmingda - Blau gegen Rot – drei Etappen - ein Spektakel sondergleichen - ein erbitterter Kampf um die Ehre und …eine halbe Stunde länger aufbleiben.

 

Etappe NR.1 startete damit, die künstlerischen Fähigkeiten der beiden Stämme zu überprüfen. Es wurden zwei Tipis errichtet, die von den jeweiligen Stämmen gestaltet werden mussten. Die Skwahs der Ältesten unterwiesen die Heranwachsenden in der Kunst des Kopfschmuckherstellens, denn ein Indianer ohne Kopfschmuck ist natürlich kein richtiger Indianer. Außerdem errichteten die Stämme einen Marterpfahl der reichlich verziert und am Abend aufgestellt wurde. Dann Abendessen, Schlaf und eine ruhige Nacht.

 

Etappe NR.2:

Der sonntägliche Vormittag war durch Wettkämpfer geprägt in denen die einzelnen Gruppen der Osmingnoey und Osmingda ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen mussten. Das Schießen mit Blasrohr und Bogen, sowie das Bolawerfen stellte die Zielgenauigkeit der Stämme auf den Prüfstand. Beim Anschleichen wurde die Achtsamkeit der jungen Indianer geprüft und schweigender Bär fand heraus dass einige der Stammesgruppen wohl noch nie das große Wasser zu Gesicht bekommen haben, denn Sie waren einfach nicht in der Lage die Stimmen der Orcas von denen der Delfine zu unterscheiden, einige hielten die Stimmen von Hyänen sogar für Primaten was von wieder anderen als Quatsch abgetan wurde da Primaten scheinbar gerne mit Primeln verwechselt werden. Die Fähigkeiten hier sind jedenfalls noch ausbaufähig.

 

Zu Mittag gab es zum Schrecken der jungen Krieger nur Brote und Rest, doch einige Krieger, welche schon mehrere Sommer zählen, verstanden, dass das nur Großes für das Essen am Abend bedeuten konnte.

 

Die Finale Etappe Nr.3 ließ sich die beiden Stämme wieder Stirn gegen Stirn begegnen. Sie startete mit einem Spiel bei dem Osmingnoey und Osmingda jeweils ein Puzzle, erst suchen und dann puzzeln mussten. Das Puzzle war im Vorfeld von Langsamer Speer getestet und als außerordentlich schwer befunden worden. Währen ich dies hier schreibe fällt mir auf, dass es vielleicht nicht die allerbeste Idee war ein auf Zeit gespieltes Spiel von Langsamer Speer testen zu lassen, aber geschehen ist geschehen. Osmingnoey gewinnt Puzzeln. Als nächstes Das Schildkrötenrennen. Ihr denkt jetzt sicher – Schildkröten und rennen. Haha!! Das kann doch auch wieder nur ein Spiel von Langsamer Speer sein. Aber dem ist nicht so das Schildkrötenrennen wurde von seinem Bruder schweigender Bär durchgeführt und man spielt es auch nicht mit Schildkröten sondern mit Beachballschlägern. Aber lasst euch das doch einfach von euren Kindern erklären wenn sie wieder zu Hause sind, nicht, dass euch da noch der Gesprächsstoff ausgeht. Das Schildkrötenrennen ging im Übrigen an Osmingnoey. Ich sprach eben von Stirn gegen Stirn, der nächste Kampf wurde Rücken an Rücken ausgerangelt. Dreckskampf geht an Osmingda. Im folgenden Kampf ging es als eine Einheit gegen die von den Ältesten gemimten Siedler. Bänder von einem Seil im Wald ziehen und ins Tipi des Stammes bringen war die Devise. Ich muss sagen ich habe mich seit längerem nicht mehr so verausgabt und mir war zwischenzeitlich leicht bis mittel schwindelig, aber das legt sich schnell. Reißender Wasserfall stellt sich als besonders talentierter Kinderschreck heraus, er sollte evtl. bei der Monster AG anheuern. Am Ende entscheidet Osmingda Bahntrasse verteidigen für sich. Dann das finale Spiel, dass alle entscheiden sollte: der Wasserlauf! Ich will es nicht länger spannend machen, denn ich schwafle eh schon viel zu lange. Osmingnoey gewinnt den Wasserlauf und damit den Kampf um Ehre und eine halbe Stunde länger aufbleiben für sich.

Die Ältesten begaben sich dann daran, dass den Kriegern zustehende und von einigen schon vorausgeahnte Festmahl zuzubereiten, aber bevor gegessen werden konnte, musste noch die von den einzelnen Gruppen einstudierten Tänze vorgeführt werden. Damit die Melodie auch wirklich in jedem fest verankert war, wurde während der gesamten Kriegs-Phase das zu verbildlichende Stück Kunst gespielt. Ich präsentiere - Story of Dakota – Feuer: https://www.youtube.com/watch?v=bKrUi4OmQiI Damit Ihr euch hiervon ein Bild machen können. Und nur so zum Spaß hören Sie das Lied doch einfach und starten das Lesen des heutigen Tagebuchs noch mal bei Etappe Nr. 1. Es wird sich so anfühlen als wärt ihr live dabei gewesen.

Wir beschlossen die Stunden des Stammeskriegs mit Gegrilltem und einer Variation von Salaten und Dips.

Die Nacht legt sich über das Lager, morgen mehr.

 

Ya´at´eeh,

Huyana

17. August 2018

Hallo zusammen,

 

Apetuwi ließ heute lange auf sich warten. Es blies ein frischer Wind über den Lagerplatz, weshalb wir uns entschieden ein Feuer zu entzünden. Das Feuern nennen wir in unserer Sprache Peta, nicht zu verwechseln mit Petala, dem kleinen Feuer und Gyros Pita, einem ziemlich leckeren griechischen…naja ihr wisst bestimmt wovon ich spreche. Die jungen Krieger durften sich frei entschieden, welche ihrer Fähigkeiten sie weiter ausbauen wollten. Einige entschiedenen sich für Tischtennis, Andere für Handarbeiten und wieder Andere für das Schnitzen an der Wärme des Peta.

 

Zu Mittag bereiteten wir an der Feuerstelle in der Küche ein durch die Kuhjungen der Siedler inspiriertes Gericht zu. Ihr dürft an dieser Stelle raten worum es sich hier handelt. Nun bietet es sich an für ein Lokal in Bonn in der Römerstraße 2 zu werben, welcher das Lieblingslokal der Seelenlosen Seidenraupe und seiner Skwah ist.

 

Am Nachmittag wurden die die kleinen Indianer von uns erneut in der Kunst des Stratego-Spielens unterwiesen – es klappt schon immer besser, bald können wir den jungen Kriegern nichts mehr vor machen. Während höchste Konzentration den Zeltplatz in Anspannung hielt, gingen die Anwärter auf den Leitungsposten (in gemeiner Zunge gesprochen: Hilfsleiter) auf geheime Mission und bereiteten ein feudales Fest vor. Es wurde geschlemmt, getrunken getanzt. Der DJ verwöhnte unsere Ohren mit Klängen aus den verschiedensten Ecken der Welt. Von deutschem Disco Pop über Musik von den balearischen Inseln und elektronischen Klängen aus dem fernen Zarenreich war alles dabei. Ich kann nur sagen, dass ganz Osminghausen eine Party sondergleichen sucht. Der Rhythmus klingt noch nach.

  

Gute Nacht und bis morgen

 

Huyana

 

16. August 2018

 

Hallo ihr Lieben,

 

Sam hat die Fliege gemacht und sich nicht mal von allen verabschiedet. Oder sollte ich besser sagen den Falken - Naja egal, er ist jetzt halt weg.

 

Das Lager lag den größten Teil des vergangenen Tages verlassen, denn wir waren im nahen Freibad und haben mit den jungen Indianern das Rangeln im Wasser perfektioniert.

 

Hierzu ein Gedicht über Wasser

 

Über den Bach sich beugen,

 

tief das Haupt verneigen

 

vor dem reinen und klaren

 

in dem hellen und wahren

 

Wasser, das Vater und Mutter,

 

Schwester und Bruder,

 

Sein und Leben

 

und alles dir ist.

 

Als wir wieder im Lager eintrafen wartete eine leckere Mahlzeit auf uns. Es war rot und es schwammen Bohnen und Mais darin. Laut dem weisen Indianer Sägendes B ist zweiter allerdings unnütz - Tier-Futter und kommt unverdaut wieder raus. Aber es ist nun mal Essen aus unserer Heimat, mir hat es geschmeckt.

 

Abends wurde, recht müde, gesungen und gemosert. Zähneputzen und Pippi machen beschlossen den Abend.

 

Ihr hört wieder von mir.

 

Mani wastete yo, Huyana

 

15. August 2018

 

Da sind wir wieder. Also wir und ihr, liebe Leser. Wir hoffen ihr hattet eine ruhige Nacht?! Bei uns war es auf jeden Fall ruhig. Vielleicht hatten die potenziellen Fahnendiebe aber auch einfach nur Schiss vor unseren tapferen Kriegern, die auf der Nachtwachenbank abwechselnd Wache hielten. Ein leckeres Frühstück empfing einen Jeden zusammen mit den ersten Sonnenstrahlen, die ins Tal der Osminukys schienen. Wenn ihr jetzt denkt, dass danach das Sammelsurium an Programmpunkten schon erschöpft war, dann fehlt ihr so weit wie Mike Powell (Weitsprung-Weltrekordhalter – 8,95m!) springt. Denn statt einfach nur ideenlos rumzustehen, wurde die Kinderbande in 2 Gruppen eingeteilt (Gruppe A und Gruppe B – okay bei den Namen für die Gruppen hätte man einfallsreicher sein können). Diese 2 Gruppen kämpften dann in unterschiedlichen Disziplinen gegeneinander, wie zum Beispiel „Stratego ™“, „Staffellauf“ oder „Maissammeln“. Ob irgendjemand so viel Spaß hatte, wie unsere kleinen Krieger hierbei? I doubt it!

 

Küchenhäuptling Tim verbrachte den Vormittag damit mit einem selbstgeschnitzten Speer knietief im Fluß zu stehen und dort nach und nach freischwimmende Fischstäbchen aufzuspießen. Auf seinem Rückweg erlegte er auch noch schnell ein Kartoffelpü-Reh. Diese leckeren Zutaten bereitete er dann dem gesamten Lager als Stärkung zum Mittag. Achso und Spinat gab es auch, hierzu taute und kochte er einfach fertigen Tiefkühlspinat auf. Beim Manitou! Wie das schmeckte!

 

Dank des „Indian Gaming Regulatory Act“ aus 1988 ist es uns ja erlaubt Kasinos zu betreiben. Also zauberten die Häuptlinge für ihre kleinen Stammeskrieger nach dem Mittagessen fix einige Stationen aus ihren Ärmeln: Black Jack, Seven Eleven oder Roulette stellten das Glück oft auf die Probe. So dass sich einige schnell bereicherten, während andere genauso schnell „all-in“ gingen und dann leider verloren. Spaß machte es nichtsdestotrotz Allen! Als Währung wurde übrigens mit „Mambas“ (Maoams) gespielt. Es hat sich ja in den letzten Jahren herausgestellt, dass diese Währung stabiler als der Euro ist und sich auch weniger inflationsabhängig verhält. Zudem kann man den Euro schlechter zwischendurch essen. Mambas hingegen schon.

 

Glücksspielend vertrieb man dann die Zeit am Nachmittag. Nach dem Abendbrot sank der große Feuerball langsam schon in Richtung Horizont. Doch bevor es in die Tipis ging, gab es für die Mädels noch Sauna und für die Jungs einen Film.

 

Und dann war es das auch schon mit dem Tag. Summa summarum war auch dieser sehr gelungen und ich kann mir vorstellen, dass die meisten der kleinen Krieger mit einem zufriedenen Grinsen auf dem Gesicht den Weg in den Schlaf fanden.

 

Bis morgen.

 

Euer Sam Hawkens.

 

14. August 2018

 

Moin, moin! Sam Hawkens hier. Man hat mich ja anscheinend erwartet. Das überrascht mich jetzt quasi selbst, denn ich versuche eigentlich so spontan in den Tag hinein zu leben, dass mich das Schicksal mit all seinen Tücken und versteckten Fußnoten nicht zu leicht berechnen kann. Aber nun gut. Dann schreiben wir ma... Oh halt, meine Perücke ist verrutsc…moment…jetzt kann es losgehen:

 

Eine ruhige Nacht liegt hinter den kleinen Kriegern. Manitou schien auf Kriegsbeil gebürstet. Denn es regnete vormittags, so dass die Osminukys das Programm in den Innenbereich des Camps verlagern mussten. Nichtsdestotrotz hatten alle Indianerkinder eine Menge Spaß bei Kreisspielen wie zum Beispiel Zeitungstippen (nicht –schlagen), Kartenrutschen (extrem lustig), Zublinzeln (auch okay) oder auch Seilklettern (Du machst Dir gar kein Bild – mega!).

 

Lachen, kreischen, kichern, glucksen oder andere Tiergeräusche zeigten uns Leitern, dass dies eine Menge Spaß für die Gruppe bedeutete.

 

Damit die Batterien nicht vollends leer blieben, stärkten sich Alle beim Mittagessen mit Deluxe-Gulasch und Spätzle. Hmm, wie das schmeckte. Geh nach Hause, Tim Mälzer! Ich habe extra ein Bissen in meinem Zahnloch gespeichert, damit ich auch jetzt noch diesen Geschmack genießen kann.

 

Nur mit kurzer Pause ging es dann nachmittags weiter mit dem sogenannten Chaosspiel. Nomen est omen diesbezüglich, denn es war nicht wenig chaotisch als hier die Indianer von A nach B (über Z) flitzten um Codes zu suchen, Aufgaben zu lösen, zu würfeln oder einfach verplant zu sein.  Jedes der 6 Teams versuchte hier den jeweils anderen Teams immer eine Nase voraus zu sein. Letztendlich setzte sich das Team „Andi Goldberger Fanclub“ durch und gewann mit Abstand die begehrten Süßigkeiten. Sie siegten so schnell, dass nach dem Chaosspiel noch Zeit für eine Runde „Stratego ™“ blieb. Also war der gestrige Tag pickepacke-voll mit Action!

 

Joa und dann wie fast jeden Tag: Abendessen, Lagerfeuer, Singsang, Zähneputzen, Pipi-Machen (mit Händewaschen) und ab ins Bett.

 

Ciao Kakao, Tschüssli Müsli und bis baldrian, liebe Leser.

 

13. August 2018

 

Uns hat die Botschaft erreicht, dass die Ankunft von Sam Hawkens kurz bevor steht. Wofür der so lange gebraucht hat, weiß hier allerdings niemand so ganz genau. Unsere Späher sprechen hinter hervorgehaltener Hand davon er habe sich einen neue Perücke anfertigen lassen. Aber wenn der alte Mann vor ihnen steht, würde das hier natürlich niemand zugeben. Ob das jetzt an Sam selbst oder an Liddy liegt das möchte ich eurer Fantasie überlassen.

 

Mein Name Huyana – in der Sprache des weißen Mannes fallender Regen – ist hier aktuell leider Programm, was uns leider dazu gezwungen hat unsere Aktivitäten unter das Carport und ins Haus zu verlegen. Am Vormittag haben die jungen Krieger ihre Tipis mit Namen und Schildern verstehen, die es jetzt ermöglichen, dass endliche alle bei Amazon bestellten Tomahawks auch ankommen ;). Nach einer Stärkung mit einem schmackhaften Gericht aus verschiedensten Gemüsen dessen Basis Kartoffeln waren, starteten die kleinen Indianer in die Haus-Rally. Hierbei musste eine Reihe von kniffligen Aufgaben und Spielen durchlaufen werden, welche großen Teamgeist und höchste Konzentration erforderten. Beim Lagerfeure am Abend trugen die Kinder in ihren Gruppen eingeübte Sketche vor. Die Aufführung gipfelte in einem Sketch dessen Verkörperung des weißen Bisons einen kalten Schauer über den Rücken jagte und einige der erfahrensten Krieger zu Tränen rührte.

 

Mit dem ausgiebige Singen am Lagerfeuer, das diesmal nicht nur durch die Gitarre sondern auch durch die Performace von zwei sehr erfahrenen Juleica-Spielern begleitet wurde, lies den Abend ausklingen.

 

Morgen wird sich Sam Hawkens bei euch melden und euch berichten. Wir hören uns dann am Wochenende wieder.

 

 

 

Mani wastete yo, Huyana

 

12. August 2018

 

Was war das für eine Aufruhe in der ersten Nacht an unserem Lagerplatz. Ein feindlicher Stamm griff uns an und bekam unsere Lager Fahne in die gierigen Finger. Es wird gemunkelt der Angriff sein nur von Kriegerinnen ausgeführt worden, aber die Herren der Schöpfung können sich das natürlich nicht eingestehen also setzten Sie Gerüchte über die Unterstützung eines dunklen Schamanen in die Welt. Aber Ende gut alles gut die jungen Krieger wahren durch ihre gut geschulten Instinkte und ihre Listigkeit in der Lager unser aller heiligstes zurück zu gewinnen und so konnten wir alle beruhigt in unsere Wigwams zurückkehren und den Rest der Nacht zur Erholung nutzen.

 

Als Apetuwi ihre Strahlen am Morgen nach uns ausstreckt konnte man schon deutlich ihre Wärme und Kraft spüren. Und so entschlossen die Oberhäupter den Weg zu einen nahegelegenen Schlachtfeld zu machen, um die jungen Kriegerinnen und Krieger dort in verschiedenen Kriegsstrategien zu unterweisen. Die Erfahrenheit einiger Spieler die die Kunst des Versteckens bis zum vollkommenen Verschmelzen mit ihrer Umgebung optimiert haben, ließ die die zweite Stratego-Runde als eine der längsten in die Geschichte der Ominukys eingehen. So freuten Sich dann alle als bei der Rückkehr ins Lager ein Gericht aus uns wartete, dass wohl von italienischen Einwanderern mit in die neue Welt gebracht wurde.

 

Am Nachmittag brannte Apetuwi heiß vom Himmel und beobachtete unsere jungen Krieger mit Wohlwollen, als diese verschiedene Spiele spielten, die in Verbindung mit Wasser stehen.  Zur Dämmerung wurde ein Lagerfeuer errichtet, nach dem üblichen Mosern und Einteilen der Nachtwache wurden die jungen Kriegerinnen und Krieger in einen Ritus zu Mitgliedern des Ausbildungsstammes der Ominukys.

 

Als Magena sich als helle Scheibe langsam an den dunklen Himmel schob, waren bis auf die Nachtwache, alle jungen Indianer im Bett, der Lagerplatz lag ruhig unterm Sternenhimmel an dieser in dieser Nacht für das wache Auge bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde zu sehen gewesen sein sollen.

 

Ya´at´eeh,

Huyana vom Stamm der Osminukys

 

11. August 2018

Osminhausen, Osminghausen! Immer dieses Gehetzte zur jährlichen Versammlung der Stämme!

 

Aus allen Richtungen strömen junge Stammeskrieger herbei. Die Schauemahnen und Henselatschen, der Stamm der Siegel und Sokoliken und die Hopps und Popps, selbst der kaiserliche Stamm schickt seine jüngsten Stammesmitglieder zu uns Osminukys. Sie begeben sich mit unseren erfahrensten Stammesmitgliedern auf die Spur des weißen Bisons und werden dabei von den weisesten der Einheimischen in den verschiedensten Stammesdisziplinen unterwiesen.

 

Warum meine Rauchzeichen euch erst jetzt erreichen? An diesem Sam Hawkins hat es mal wieder gelegen. Er wird jetzt natürlich behaupten das sei nicht war, er wäre aufgehalten worden, Mary sei zu langsam gewesen, hihihi! - Wenn das arme alte Maultier nachlässt ja dann wohl weil die zu tragende Last immer schwerer wird. Sams Bauch wird auch einfach immer dicker! Aber naja woran es gelegen hat fragt man sich immer. So hört ihre Daheimgebliebene jetzt von mir – Huyana – der großen Schwester des Hapatschi Häuptling der Osminukys.

 

Mani wastete yo, Huyana