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Unser Fotoalbum ist geschützt. Den Zugang erhalten die Eltern während dem Zeltlager

Tagebuch

Mit dem Tagebuch haben Sie während des Zeltlagers die Möglichkeit unsere Aktivitäten der einzelnen Tage auf unterhaltsame Art und Weise mitzuverfolgen. In der Regel schon direkt am Abend des jeweiligen Tages. Hier einige Beispiele aus den letzten Jahren: Viel Spaß beim Schmökern

24.07.2022

 

Hey ho ihr Landratten,

was ist das ein Traum von einem Wetterchen hier auf Osming-Island.

Die Sonne lacht ein breites Lachen auf unsere Juniorpiraten.

Frisch in ihre Zelte sind sie eingezogen und haben sich auch schon ganz gut eingelebt.

Nachdem sich die kleinen Mäuse beim Frühstück gestärkt hatten und Mäuse ist hier der richtige Begriff, wenn man sieht, wie die sich das das Müslizeug in die Backen hauen, waren auch gleich die taktischen Fähigkeiten der jungen Filibuster gefragt. Diese stellten sie beeindruckend beim Stratego unter Beweis. Da wurde gerannt und gejagt, dass nur so die Fetzen flogen.

Nach diesem harten Kampf mussten sich erst einmal gestärkt werden. Unser Smutje hat eine italienische Spezialität gekocht – Bolognese. Das muss er von irgendeiner Maid im Hafen von Palermo gelernt haben, hat jedenfalls vorzüglich geschmeckt. Schmackofatz.

Am Nachmittag hat sich der ein oder andere selbst über die Planke, äh Plane geschickt. Die Gischt spritze als die Juniorpiraten bäuchlings über die Wasserrutsche schlitterten. Mit einem Affenzahn wurde da über die Wiese gerutscht. Auch der Pool ist bereits eingeweiht, das Wasser ist zwar für die karibischen Verhältnisse noch etwas frisch, aber der Flamingo freut sich über jeden Besuch. Das karibische Flair wurde den Rest des Tages in vollen Zügen genossen, auf der Wiese liegen, im Wasser plantschen sich die Sonne aufs Holzbein scheinen lassen. Was will man mehr.

 

Aber wir wären nicht die Piraten, die wir sind, wenn wir den ganzen Tag nur rumliegen und Rum trinken würden. Denn auch das Kapern muss gelernt sein und das sollen die Jungen Filibuster ja schließlich am Ende unserer Kaperfahrt können. Also nach dem Abendessen alle einmal ins feste Schuhwerk gehüpft und zum Porto Bolzo rüber gelaufen. Wobei wir feststellen mussten, dass der ein oder andere kleine Freibeuter nochmal am Völkerball Ehrgeiz arbeiten muss, der ein oder andre alteingesessene Pirat sollte diesen aber auch etwas zurücknehmen.

Und dann neigt sich auch bereits der Tag zur Nacht. Moserrunde, Nachtwache – keine weiteren Vorfälle.

Liebe Grüße eure Jolly Rodger

 

 

 

 

26.07.2022

 

Viele von euch halten uns jetzt für ungewaschene Rabauken aber der ein oder andere von uns ist durchaus eitel. Nehmt unseren KapitänJolie, der lässt sich gerade vom Navigator das prächtige Haupthaar frisieren. Wir anderen haben für unsere Haare weniger Zeit und tragen deshalb natürlich ein klassisches Piratenkopftuch. Das schützt zum einen vor der Sonne, zum anderen steht der Autorin ihr Bandana ausgesprochen gut. Das wollten wir unseren Junior Piraten natürlich nicht vorenthalten und da Individualität auf Osming Island groß geschrieben wird, wurden die Kopftücher mit Purpur, Azurit und Brokat verziert. Den ein oder anderen Künstler haben wir jedenfalls an Bord. Danach haben wir beim Tabu spielen noch Etwas über die unterschiedlichen Verknüpfungen unserer Gehirne gelernt sowie Pralinenfüllungen, na ja auch die Autorin lernt nicht aus. Zum Mittagessen gab es allerdings keine Pralinen, sondern Hähnchen-Paprika Pfanne. Wo unser Smutje das Rezept wohl her hat? Ungarn hat Doch gar keinen Seehafen. Am Nachmittag sind wir wieder in den Porto Bolzo eingelaufen. Stratego, Fußball, Badminton und Völkerball haben die Junior Piraten auf Trab gehalten und zum Schwitzen gebracht.  Das Thema Schwitzen führt uns wieder zum Anfang unseres Logbucheintrags. Von Schweiß, zur Eitelkeit, zu Haaren, zum Duschen.  Denn nur wohlriechende Piraten lässt unser Kapitän auf seine „Lagerita“. Und da hier nicht nur die Autorin dazulernen soll, sondern auch die jungen Filibuster und man bekanntlich am besten durch Zuhören lernt, gab es zum Abschluss des Tages noch eine Folge der drei ???. „Die Gruft der Piraten“ - hoch spannend und sehr beruhigend.

Die Insel ist ruhig.

 

Gruß und Kuss,

 

eure Jolly

27.06.2022

 

Bei dem etwas raueren Wetter und Seegang entschieden wir uns die Juniorpiraten von innen aufzuwärmen. Und wer schafft das besser als unser Kanonier den wir aus einer Fremdenlegion abgeworben haben. So sollten also alle lautfreudigen eine Runde drehen und erlebten dabei den harten Drill der Armee. Die Autorin war heilfroh sich gegen dieses Programm entschieden zu haben als sie mit einer Gruppe junger Piratinnen beim Yoga die Befehle des Legionärs über das Tal hinweg hörte. Die durch Tee und Traumreise erzeugte Entspannung konnte auch das Gebrülle nicht vertreiben. So entspannt konnte gekocht werden.[1] Was aus der Kombüse kam mundete den Juniorpiraten. Nach Küchendienst und kurzer Siesta wartete eine neue Herausforderung auf die Freibeuter. Schiffs-Rallye. Aus den unterschiedlichen Kajüten der Lagerita klangen Fragen wie „Wer bin ich“, Gegurgel und Laute des Ekels. Aber unsere Filibuster wären keine echten Piraten wenn Sie diesen großen und kleinen Aufgaben nicht gewachsen wären. So konnte nach einer fairen Gruppenauszählung eine Gruppe als führende ausgemacht werden. Und ja- Es gab auch einen Preis. Die Nacht verlief ruhig. Es kam zu keiner Sichtung feindlicher Schiffe. Die Lagerita liegt ruhig vor Anker während die Wellen gegen den Bug schwappen und die Meerjungfrauen ihr verführerisches Lied singen. Deren Gesang kündet meist von stürmischen Zeiten und unerwarteten Ereignissen. Aber die Autorin will ja nicht unken.

Eure Jolly

 



[1] Einer der Leserinnen wird jedoch überhaupt nicht schmecken, dass es ihre Leibspeise in ihrer Abwesenheit gab

28.07.2022

 

„Der südafrikanische Blauhalsstrauß auch Südstrauß genannt ist eine Unterart des afrikanischen Straußes“ „Was will die jetzt mit dem Vogelstrauß?“ fragen sich nun die Leserinnen. Nunje, unweit von Osming Island hat sich einer der spanischen Gouverneure niedergelassen, dessen Frau, eine Südafrikanerin, hat einige dieser Strauße aus ihrer Heimat mitgebracht um sich auch in den karibischen Gefilden heimisch zu fühlen. Denn wenn man nach langer Zeit wieder in die Heimat zurückkehrt merkt man Zuhause ist es doch am schönsten.  Jetzt aber genug von Zuhause gesprochen, nicht dass noch jemand Heimweh bekommt.  Zurück zu den Straußen,  beziehungsweise den Straußenhähnen.  Unglaublich beeindruckend, Ronny, Falco, Dgigolo und Franz Josef. Bis zu 2,80 groß und mit schwarz weißem Federkleid stehen sie da. Und unsere Piraten meinen, die 4 Hähne machen alles richtig, denn sie leben immer mit 2 – 11 Hennen zusammen. Die ein oder andere Piratin würde ihrem Partner bei einem solchen Verhalten wohl so schnell über die Insel jagen wie die Strauße High-Speed laufen können. Na ja so leben die Strauße. Und bei so vielen Hennen gibt es natürlich auch viele, gar nicht so kleine, Babys draußen, die über die Wiese wuseln. Jetzt habe ich wahnsinnig viel über Straußen geschrieben und ihr wollt doch eigentlich nur über die Juniorpiraten lesen. Die waren ähnlich beeindruckt wie ich, haben sich super benommen und über die kurze Wanderung bis zur Straußenfarm auch nur so zirka 10 – 50 mal gemeckert.

 Auf Osming-Island angekommen gab es ein spätes Mittagessen.  Ob unser Smoothie das Rezept jetzt von einer Meid aus Deutschland hat oder doch wieder von der Ungarin weiß hier keiner so genau.  Am Nachmittag haben wir uns an unseren karibischen Nachbarn aus Florida orientiert. Bingo! Zum Rest des Tages bleibt mir eigentlich nur noch zu sagen Dankeschön (40 Jahre die Flippers)

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Eure Jolly

29.07-31.07

 

Seit Tagen keine Berichte von der Lagerita – was ist da los fragt Ihr euch?

In harten Zeiten mit straffem Programm gehen die Juniorpiraten hier an Bord einfach vor. Alle Backoffice Tätigkeiten stehen hinten an. Da hilft auch das Überweisen von kleineren Spenden (alles bis 10,62 €) nichts.

So will ich euch heute kurz zusammenfassen was sich in den letzten Tagen auf Osming-Island und auf der Lagerita zugetragen hat.

Was machen Piratinnen, wenn die Herren der Schöpfung ausgeflogen sind? Richtig, Porto Bolzo ohne Männer. Und so sollte es auch an diesem Morgen sein. Die Ladys packten alles Wichtige für den Bolzplatz ein und ab zog der Tross. Angekommen durften die Junior-Piraten sich bei einigen Runden Stratego verausgaben. Die Ausgeschiedenen hielten sich derweilen im Port Bolzo mit Singen und Tanzen bei Laune. Von Let it go über Macarena bis hin zu Cotton Eyed Joe war alles dabei. Naja gelernt ist eben gelernt und wie gesagt: Wo wir sind ist Party!
Als sich alles ausgezappelt und -getanzt hatten, ging es zurück nach Osming-Island wo ein leckeres Mittagessen auf uns wartete. Denn auch die Piraten hatten am Vormittag nicht auf der faulen Haut gelegen.

Am Nachmittag entschied man sich jedoch genau für diese Sprichwörtliche faule Haut und zog sich einen Film rein während man Popcorn und Apfelspalten schnabulierte. So konnten die jungen Piraten nach der Moserrunde und dem Lagerfeuer erholt in die Nacht starten und die hatte es in sich.

Denn unseren jungen Freibeutern unterlief während der allnächtlichen Wachschicht ein Patzer und unser heiligstes Gut, unsere prächtige Lagerflagge, der Stolz von Osming-Island, wurde von wilden Korsaren entwendet. Doch gänzlich erfolglos blieben unsere Wächter nicht, denn einer der Diebe wurde aufgrund seiner schlechten Tarnung nach einer kurzen aber intensiven Verfolgungsjagd gepackt. Jetzt gab es nur noch ein Ziel, die Flagge schnellstmöglich zurückerobern. Die Angreifer schickten schon bald ihren  Boten, Holzbein Klein, der Hinweise vergab die die jungen Piraten zur Flagge bringen sollten. Nach einer aufregenden Nachtskaperfahrt und einigen kniffligen Rätselstationen gelang es schlussendlich die Fahne im düsterem Licht des Porto Bolzo aus den Fängen der schrecklichen Barbaresken zurückzuerlangen. Nachdem die Crew der wunderschönen Lagerita wieder in den Heimathafen eingelaufen war, wurde die Flagge erneut gehisst und wehte wieder im schimmernd-schaurigen Mondschein.   

 

Der Samstag stand ganz im Zeichen des olympischen Gedankens, unter der strengen Führung unserer Koordinatorin wurden die AnwärterInnen in 4 Gruppen aufgeteilt und mussten sich in unterschiedlichen Disziplinen aneinander messen. Während die Autorin auf der erwähnten schlimmsten Kaperfahrt ihres Lebens für neuen Proviant sorgte, sollten also die erwachsenen Piraten den Neulingen verschiedenen Prüfungen abnehmen. Bogenschießen, Würfel-Golf, Teebeutelweitwurf und Kartoffelschälen stand auf dem Plan. Und was macht man mit so vielen geschälten Kartoffeln? Natürlich Rievekooche. Und dafür musste unser Smutje auch gar keine seiner vielen Liebschaften aus einem der Häfen, die wir im Laufe unserer Kaperfahrten angesteuert haben, anhauen. Das Rievekooche backen ist ihm in die Wiege gelegt.

Am Nachmittag ging es weiter, die Olympiaden-Koordinatorin hielt die Alt-Piraten, fest im Griff (Zuckerbrot und Peitsche – ihr kennt das) sodass auch am Nachmittag um die Wette gezockt werden konnte. Betrunkener Seemann, Feuermachen, Wasserlauf, Intro-Raten und als Grande Finale natürlich der Dreckslauf. Selbstverständlich wie in jedem Jahr seit Menschengedenken ungeschlagen – der Legionär. Auf seine unglaublich charmante Art holte er mal wieder Bestleistungen aus unseren Juniorpiraten raus. Und was passiert im Olympischen-Dorf, wenn nicht mehr trainiert werden muss und die Medaillen verteilt sind. Natürlich- Party!!!

Jetzt gibt es auf der Lagerita natürlich keine Party ohne unseren Star DJ FIX und seinen treuen Begleiter MC BIRKY und was soll ich euch sagen: Das Deck hat gewackelt die Bässe gewummert, die Bude hat gekocht. Wir fühlten uns Disco – denn wo wir sind, ist Party.

Völlig ausgelaugt fielen die kleinen Piraten ins Bett. Zum Glück blieb die Nacht ohne weiter Vorfälle.

 

 

Der heilige Sonntag, es wurde hoher Besuch erwartet, ein Würdenträger aus dem Marien-Wallfahrtsort Buschhoven.  Und wenn ein Würdenträger erwartet wird, muss das Deck blitze blank sein. Dafür sorgten die Piraten allen Alters am Vormittag, während die Autorin und der junge Ladekanonier Chili con und sin Carne für die Crew kochen. Das Ursprungsland dieses Gerichts ist Mexiko, auf weiteres wollen wir hier mal nicht eingehen (eine Lady schweigt und genießt 😉).

Nach der Mittagspause war es dann so weit, der Würdenträger traf am Pier ein und wurde von unseren Junior-Piraten auf der nun blitzenden und blinkenden Lagerita empfangen. Und zu aller Freunde brachte er auch noch ein Geschenk mit, dass auch schon dem Jesus-Kind in der Krippe gemacht wurde. Weihrauch! Mal sehen was sich auf den verborgenen Märkten dafür so erwirtschaften lässt. Aber solch hohe Würdenträger haben nur wenig Zeit und so verschwand er, nachdem er die Junior-Piraten eingeschworen hatte, so mysteriös und schnell, wie er gekommen war.

Die jungen Filibuster ließen, das gehörte den Rest des Tages sacken und beschäftigten sich mit typischen Piraten-Spielen wie Basketball und Uno-Flip und starteten zu später Stunde in eine weiter geruhsame Nacht ohne feindlichen Angriff.

 

Um den kleinen Piraten etwas Ruhe zu gönnen, startete der Montag mit einer kleinen Zeitverschiebung. So wurde erst um 10 Uhr gefrühstückt und nach dem Küchendienst in zunächst entspannter Atmosphäre kreativ an den Fahnen für die einzelnen Zelte gearbeitet. Die Stimmung änderte sich schlagartig von verschlafen und konzentriert zu aufgeregt und amüsiert als der Legionär die Boxen aufbaute und den ein oder anderen Klassiker spielte. Während die Junior-Piraten an Ihren Flaggen arbeiteten, legten die erwachsenen Piraten zur Belustigung aller eine heiße Sohle aufs Parkett.

Nach dieser kurzen Aufruhe al la Footloose begaben sich die jungen Filibuster an die Lagerfeuerstelle und besannen sich auf ihre volle Konzentration, um herauszufinden wer von Ihnen ein Werwolf ist und wer nur ein gewöhnlicher Dorfbewohner. Nach mehreren gespielten Runden knurrten die Mägen und es wurde sich gelabt an einem Gericht, dessen Ursprung unser Navigator der ehemaligen DDR zuordnete. Wurstschnipsel mit Erbsen, Möhren und cremiger Sauce. Der wilde Hund, ein altes Ostgericht.

Jetzt vermutet man natürlich, dass ein solcher Gaumenschmaus durch Mund und Magen gleich auf die Hüften geht. Und um das auf keinen Fall zuzulassen muss man was tun? Sporteln. So gab es am Nachmittag ein ausgewogenes Sportprogramm aus Wikinger-Schach, Basketball und einer durch den Legionär angeleiteten Spiels das man wohl „Wer wird Bootcampionär?“ nennen könnte.

Ein kleiner Test für alle Landratten gleich hinterher:

Welche der Antwortmöglichkeiten gehört nicht zu den drei Staatsgewalten?

a.       Legislative

b.      Judikative

c.       Exekutive

d.      Palmolive

Wer sich hier jetzt, wie einige unserer unbedarften Filibuster, für die Antwort d entscheidet, muss dann wohl 5 Liegestützen machen. Und der Legionär zählt. „EINS, ZWEI, DREI, DREI, DREI, VIER, FÜNF! Und HALTEN, HALTEN, HALTEN !!!“ Klingt für euch nach hartem Training? Naja, Pirat wird man nicht vom Rumsitzen und Rum trinken! Da gehört doch schon etwas mehr dazu.

Neben hartem Training und strategischem Geschick gehört noch eine wichtige Sache dazu. Aye, ihr ahnt es schon die Kunde über die See. Auch dazu haben unsere Junior-Piraten einiges gelernt, aber dieser Bericht ist noch ausstehend. Seid gespannt was die weite raue See für uns bereithält.

 

Schiff Ahoi

Eure Jolly

 

 

 

 

 

 

 

 

 

03.08.2022

 

Leise schwappen kleine Wellen gegen den Bug der Lagerita und schaukeln unser schönes Schiff seicht hin und her. Als erste wach, schält die Autorin sich aus Ihrer Schlafkoje um den Küchendienst zu Wecken. 0700 – unchristliche Zeiten! Aber was soll man tun, die See fragt nicht nach dem Sonnenstand, nur nach den Gezeiten.

Ein kleiner Geburtstagspirat wird zum Küchendienst geweckt, dann noch drei weitere, die leise wie die Klabauter ihrer Arbeit nachgehen. Um 0730 gibt es Frühstück. Lunchpakete werden gepackt, denn die Junior-Piraten sollen heute einer ihrer größten Herausforderungen gegenübertreten. Dem Element, dass uns liebevolle Geliebte und bitterböser Feind zugleich ist… Wasser!

 

Da die meisten Landratten, genau wie ihren Piraten-Anwärter, neu sind erkläre ich kurz was den Junior-Filibustern nun „bevorstand“. Es ging mit dem Linien-Bus ins Badeparadies H2O. Ein Erlebnis für Klein und Groß. Erst ein Stück laufen, dann Busfahren, umsteigen, umsteigen und „schon“ ist man angekommen.
Aber die beschwerliche Reise lohnt sich und so strahlten die Augen der kleinen Filibuster als sie die vielen Becken, Sprungtürme und Rutschen sahen. Und es gab viel zu lernen und entdecken: Warmes Wasser, kaltes Wasser, sehr kaltes Wasser, tiefes Wasser, flaches Wasser, chloriges Wasser, salziges Wasser und Wasserdampf.
Eine besonders wichtige Sache als Piratin ist das Durchschauen von Zusammenhängen und das Übertragen dieser auf neue Situationen und Anwendungsmöglichkeiten. Und so fiel einigen der kleinen Piraten auf, dass man das Strudeln (alle laufen in einer Richtung und erzeugen so einen Sog und lassen sich dann treiben) aus dem kleinen Pool im Lager auch auf ein deutlich größeres Becken im Schwimmbad übertragen kann. Die Gruppe muss nur groß genug sein. So kam es, dass die wilde Horde ein rundes Becken kaperte und zu strudeln begann.
Doch die Aufmerksamkeit der anderen, nahestehenden Badegäste schien den jungen Filibustern nicht auszureichen und so wurde ein Oh Adele angestimmt, dass in der karibischen See noch lange seines gleichen suchen wird. Die Aktion verbreitete sich wie ein Lauffeuer und bald stießen auch fremde kleine Anwärter dazu und beteiligten sich an diesem Spaße. Die Autorin muss zugeben, dass sie die Zeit mit den kleinen Seemäusen in den letzten zwei Jahren sehr schmerzhaft vermisst hat.  Oder um es in den Worten eines der größten deutschen Poeten unsere Zeit zu sagen:

 

Alles was ich brauch ist meine Gang, meine Gang,
Denn keiner kennt mich so wie meine Crew, Crew, Crew
Wirf die Hände in die Luft (bang bang)
Ich hab zwar keine Knarre aber shoot, shoot, shoot, shoot“

CRO – Meine Gang

 

Bevor mir jetzt hier noch die Tränen kommen vor Rührung und Glück – weiter im Text.
Nach dem ganzen Gesinge und Getobe waren die jungen Filibuster sichtlich abgekämpft und durften nach kurzer Aufruhe den Heimweg antreten. Wäre auf die RVK hier mehr Verlass als auf die Deutsch Bahn, so wäre der der Heimweg sicher ohne Probleme verlaufen. Ist er aber leider nicht. Aber wir wollen hier ja kein Öffis-Shaming betreibe
😉.

So kam die gesamte Bagage, mit etwas Verzögerung, wieder im Lager an, wo schon Spaghetti mit Tomatensoße darauf warteten verspeist zu werden. Die Nacht verlief mal wieder ohne weiteren Vorfall. Mal sehen wie lange es dabei bleibt und ob die Nachwachte die Flagge beim nächsten Angriff verteidigen kann. Ich hoffe es – denn ich hasse Nachtwanderungen.

 

Eure Jolly